Vorsorge - Präventation
Das Aalener DarmCentrum sieht seine wichtigste Aufgabe in der Verhinderung fortgeschrittener Tumorstadien des kolorektalen Karzinoms. Unsere Bestrebung ist es, in Kooperation mit dem Netzwerk aus niedergelassenen Fach- und Hausärzten in der Bevölkerung sowie beim medizinischen Fachpersonal den hohen Stellenwert von Prävention und Screening zu verankern.
Einerseits muss in der Allgemeinbevölkerung das Bewusstsein für Warnsignale und Risikofaktoren für das kolorektalen Karzinoms geschärft werden, andererseits müssen breitere Bevölkerungsschichten dazu motiviert werden, angebotene Vorsorgemaßnahmen auch wahrzunehmen.
Zu den Vorsorgemaßnahmen zählen zum einen die durch die Ggesetzliche Krankenversicherungen eingeführte Vorsorgekoloskopie ab dem 55. Lebensjahr (bei positiver Familienanamese ggf. früher), zum anderen im Rahmen der urologischen und gynäkologischen Krebsvorsorge und die rektal-digitale Untersuchung.
Sowohl die Allgemeinbevölkerung als auch das medizinische Fachpersonal müssen dafür sensibilisiert werden, bei Warnsignalen wie z. B. Veränderung der Stuhlgewohnheiten oder peranalem Blutabgang für einen unmittelbaren Zugang zur (kurativen) Koloskopie zu sorgen.
Bei den niedergelassenen Kollegen sollte das routinemäßige Screening auf familiäre Tumorbelastung (z. B. Abfragen der Amsterdamkriterien) verstärkt eingesetzt werden.
Eines unserer wichtigsten Ziele für die kommenden Jahre ist es, die derzeit erschreckend niedrige Inanspruchnahme der beschriebenen Vorsorgemaßnahmen zu erhöhen.



