Organzentren
Brustzentrum und Darmzentrum bestehen die Rezertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft
Fast zeitgleich haben die beiden von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Organzentren am Ostalb-Klinikum, das Aalen BrustCentrum (Leitung Dr. Karsten Gnauert) und das Aalen DarmCentrum (Leitung Prof. Dr. Gerhard Kleber, Prof. Dr. Marco Siech) die vorgeschriebene Rezertifizierung bestanden. Von der Deutschen Krebsgesellschaft geprüfte Krebszentren müssen sich jedes Jahr neu beweisen, um das begehrte Zertifikat zu erhalten.
Das 2004 gegründete Aalen Brust Centrum konnte wie in den Jahren zuvor seine hohe Leistungsfähigkeit nachweisen, für das 2006 gegründete Aalen DarmCentrum war es die erste Kontrolluntersuchung. Beide Zentren haben die Rezertifizierung mit Bravour bestanden. In Ihrem Abschlussbericht bescheinigten die zwei Gutachter den beiden Organzentren eine sehr hohe Versorgungsqualität von Patienten mit Brust- oder Darmkrebs.
Einen ganzen Tag lang wurden die wichtigsten Teilbereiche des Darmzentrums durchleuchtet: Endoskopie, Operationssäle und -ausstattung, Sprechstundenbetrieb, Chemotherapie, Pathologie, Strahlentherapie - und die gemeinsame Tumorkonferenz. In dieser wird jeder Patient mit Darmkrebs mindestens einmal besprochen. „Experten von mindestens 4 Fachgebieten diskutieren die Befunde und legen den optimalen Behandlungsablauf fest“, erläutern die beiden Leiter des Aalen DarmCentrums, Prof. Dr. Gerhard Kleber und Prof. Dr. Marco Siech. Die Tumorkonferenz ist denn auch das wichtigste Bindeglied zwischen den Disziplinen der Chirurgie und der Inneren Medizin, der Radiologie, der niedergelassenen Endoskopie-Praxen, des Instituts für Pathologie, von Strahlentherapie, Chemotherapie, Schmerztherapie, Psychoonkologie, Palliativmedizin und der sozialen Dienste (Ernährungsberatung, ambulante Pflegedienste, Hospiz, Rehabilitation, Sanitätshaus). Als besonderes Qualitätsmerkmal hoben die Gutachter auch hervor, dass das Aalen DarmCentrum alle notwendigen Experten an einem einzigen Standort vorhalten könne.
Im Brustzentrum wurden die Therapeuten und Behandlungs- Abläufe sogar zwei Tage lang überprüft. Ein wesentlicher Aspekt, der von den Prüfern des Aalen BrustCentrums positiv hervorgehoben wurde, ist die enge Zusammenarbeit aller Fachspezialisten innerhalb des Klinikums und der niedergelassenen Ärzte. Dadurch wird das Fachwissen der verschiedenen Brustspezialisten gebündelt um betroffene Frauen auf höchstem Niveau behandeln zu können.
Besonders gelobt wurde auch die Qualität der medikamentösen Krebstherapie. Hier werden alle modernen und erfolgreichen Behandlungsverfahren angeboten und unter qualitätsgesicherten Bedingungen verabreicht.
Überzeugt hat die Zertifizierungsexperten auch das Konzept der psychologischen Begleitung von betroffenen Patientinnen. Diesen stehen zukünftig nicht nur eine auf Brusterkrankungen spezialisierte Fachkrankenschwester (Breast Care Nurse) als kontinuierliche Ansprechpartnerin zur Seite, sondern auch Psychoonkologen während und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
Der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Karsten Gnauert hat darüber hinaus in den vergangenen Monaten moderne Methoden (z.B. die stereotaktische Vakuum-Biopsie) etabliert, die schonendere und noch sicherere Diagnosen bei auffälligen Mammographie- oder Ultraschallbefunden ermöglichen und damit helfen, unnötige Operationen zu vermeiden.





