Virtuelle Koloskopie

American Cancer Society erkennt die Vorteile der virtuellen Koloskopie an

Die American Cancer Society (ACS) entschied sich unter Berücksichtigung neuer Daten dazu, die CT-Kolonographie (CTC) oder virtuelle Koloskopie (VK) als mit der optischen Koloskopie für die Kolonkarzinomdiagnose vergleichbar einzustufen. Sofern man die Verfahren nach dem neuesten Stand der Technik anwende.

Die Leitlinie "Screening and Surveillance for the Early Detection of Colorectal Cancer and Adenomatous Polyps" (2008) wurde von der ACS, dem U.S. Multi-Society Task Force on Colorectal Cancer und dem American College of Radiology (ACR) gemeinsam herausgegeben.  

Datum: 

30-05-2008

Quelle: 

Nach Informationen von auntminnie.com, März 2008

Autor: 

mu/ bsmo

Die ACS beschloss nun, neue Daten heranzuziehen, nach denen die CTC zur Diagnose von Krebs und Polypen bestimmter Größe mit der optischen Koloskopie vergleichbar sei, wenn man die Verfahren nach dem neuesten Stand der Wissenschaft einsetze. Dies vorausgesetzt, könne die CTC als Methode zum Screening auf kolorektale Karzinome und zur Prävention bei Menschen von 50 Jahren und älter sowie bei durchschnittlichem Risiko in den Leitlinien berücksichtigt werden.

Anstoß hierfür war eine Reihe von positiven klinischen Studien der letzten Monate, darunter der National CT Colonography Trial (ACRIN 6664), eine Forschungsarbeit der University of Wisconsin Medical School in Madison, die im New England Journal of Medicine publiziert wurde, die IMPART-Studie aus Italien und der Munich Colorectal Cancer Prevention Trial.

Neben den beiden Fachgesellschaften ACS und ACR stehen hinter dem neuen Verfahren auch die drei wichtigen gastroenterologischen Gesellschaften, die American Gastroenterological Association (AGA), die American Society for Gastrointestinal Endoscopy (AGSE) und das American College of Gastroenterology (ACG). Nach Einschätzung von Experten sollte dieses gemeinsame Vorgehen zu einer vermehrten Screening-Compliance führen.